Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Übernahme
16.01.2026
Betriebsübernahme außerhalb der Familie: Chancen erkennen und nutzen
Sabrina Petric hat im Jahr 2025 den Malerfachbetrieb Norbert Diehr e.K. in Munderkingen übernommen. Für sie war schnell klar: Der Markt bietet aktuell ideale Voraussetzungen für eine Betriebsnachfolge im Handwerk. Viele Betriebe suchen aktiv nach Nachfolgerinnen oder Nachfolgern – gleichzeitig ist die Auftragslage stabil.
Jetzt ist ein sehr guter Zeitpunkt, einen Betrieb zu übernehmen. Arbeit gibt es immer – das Handwerk wird dauerhaft gebraucht.
Ein weit verbreiteter Mythos hält sich dennoch hartnäckig: dass eine Betriebsübernahme teurer sei als eine Neugründung. Aus eigener Erfahrung widerspricht Sabrina Petric dieser Annahme deutlich.
Wenn man alles realistisch gegenrechnet – Kundenstamm, Lagerbestände, bestehende Strukturen – ist eine Übernahme oft günstiger als eine Neugründung.
Gerade für Meisterinnen und Meister, die den Schritt in die Selbstständigkeit planen, kann die Übernahme eines bestehenden Betriebs eine wirtschaftlich sinnvolle und risikoärmere Alternative sein.
Warum Betriebsübernahme besonders für Frauen attraktiv ist
Ein weiterer Aspekt, den Sabrina Petric offen anspricht, ist die Betriebsübernahme im Handwerk für Frauen. Ein bestehender Betrieb bietet Strukturen, die Flexibilität ermöglichen – sowohl beruflich als auch privat.
„Bei einem bestehenden Betrieb kann man sich seine Zeit besser einteilen. Gerade mit Familienplanung oder wenn man sich von der Baustelle zurückziehen möchte, ist das ein großer Vorteil.“
Mit einem eingespielten Team und funktionierenden Abläufen bleibt der Betrieb handlungsfähig, auch wenn sich der Fokus zeitweise stärker auf Organisation, Führung oder Büroarbeit verlagert. Selbstständigkeit bedeutet hier nicht permanente Überlastung, sondern Gestaltungsfreiheit.
Erfolgsfaktoren für eine gelungene Betriebsübernahme
Für Sabrina Petric ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend – insbesondere bei einer Betriebsübernahme außerhalb der Familie. Wichtig sei, den Betrieb genau zu analysieren:
- Wie wirtschaftlich stabil ist das Unternehmen?
- Gibt es Entwicklungspotenzial?
- Welche Impulse kann man selbst einbringen?
„Man sollte sich fragen: Wo kann ich der Firma neuen Schwung geben und sie weiterentwickeln?“
Unterstützung bietet dabei auch die Handwerkskammer. Von Finanzierungs- und Businessplänen über Checklisten bis hin zur Strukturierung des gesamten Übernahmeprozesses – Beratung schafft Sicherheit.
„Die Handwerkskammer ist da, wenn man Hilfe braucht – gerade bei Planung, Finanzierung und Formalitäten.“
Der größte Vorteil gegenüber einer Neugründung bleibt klar: Ein bestehender Betrieb bringt Kunden, Mitarbeitende, Räumlichkeiten und Strukturen mit.
Sabrina Petrics Fazit: Die Übernahme im Handwerk ist eine echte Chance, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig zu werden – und einen Betrieb mit eigener Handschrift in die Zukunft zu führen.
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