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Wenn Verantwortung, Menschlichkeit und Unternehmertum zusammenfinden

Anette Dölzer-Nachtmann ist Bestatterin. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg – und Angehörige in einer der schwersten Phasen ihres Lebens. Sie hat die Trauerhilfe Emmerling übernommen, nachdem ihr Vater viele Jahre im Betrieb tätig war und sich der bisherige Inhaber zur Ruhe setzen wollte.

Betriebsübernahme mit Verantwortung: Ein Beruf, der Nähe verlangt

Anette Dölzer-Nachtmann ist Bestatterin. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg – und Angehörige in einer der schwersten Phasen ihres Lebens.  Sie hat die Trauerhilfe Emmerling übernommen, nachdem ihr Vater viele Jahre im Betrieb tätig war und sich der bisherige Inhaber zur Ruhe setzen wollte.

Mir war schnell klar: Dieser Beruf ist unglaublich vielseitig – und vor allem sehr sinnstiftend.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Ursprünglich war Anette Dölzer-Nachtmann Erzieherin. Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke, psychologisches Feingefühl und der Umgang mit Trauer begleiteten sie bereits in ihrem früheren Beruf – und wurden zur wertvollen Grundlage für die Übernahme.

Die Betriebsübernahme selbst fand in einer besonderen Lebensphase statt: hochschwanger, mitten im Übergang, mit vielen neuen Verantwortungen.

Es war herausfordernd – aber alles ist machbar, wenn man gut vorbereitet ist und sich Unterstützung holt.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Sicherheit durch Vorbereitung, Familie und erfahrene Mitarbeitende

Ein entscheidender Faktor für eine gelungene Betriebsübernahme außerhalb der Familie war für sie die frühzeitige Einbindung. Bereits ein Jahr vor der offiziellen Übernahme arbeitete sie im Betrieb mit, traf Entscheidungen mit und lernte Abläufe, Mitarbeitende und Kunden intensiv kennen.

Dieses Jahr war enorm wichtig. Ich konnte sehen: Mit Familie, mit zwei kleinen Kindern – das ist machbar.“

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Besonders wertvoll war die Erfahrung des bestehenden Teams. Eingespielte Abläufe, Fachwissen und Vertrauen sorgten für Stabilität in einer sensiblen Übergangsphase.

Der größte Vorteil der Übernahme war für mich die Erfahrung der Mitarbeitenden. Das gibt Sicherheit – fachlich und menschlich.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Auch die Handwerkskammer spielte eine zentrale Rolle. Ob rechtliche Fragen, Struktur, Organisation oder Begleitung im Prozess – die Unterstützung war durchgehend präsent.

Die Handwerkskammer war immer an meiner Seite. Egal, welche Frage – ich hatte nie das Gefühl, allein zu sein.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Kreativität, Wandel und ein moderner Blick auf Tradition

Für Anette Dölzer-Nachtmann bedeutet Übernahme nicht, alles neu zu machen – sondern Bestehendes zu respektieren und behutsam weiterzuentwickeln. Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel, Abschiede werden individueller, persönlicher.

Es geht nicht um Inszenierung. Es geht darum, Persönlichkeit sichtbar zu machen.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Neue, alternative Formen ergänzen klassische Bestattungen – nicht als Bruch, sondern als Erweiterung. Die Rückmeldungen der Angehörigen sind durchweg positiv.

Viele sind dankbar, dass sie Abschied so gestalten dürfen, wie es zum Menschen passt.

Anette Dölzer-Nachtmann
Bestatterin

Ihr Fazit: Die Übernahme im Handwerk ist mehr als ein unternehmerischer Schritt. Sie verbindet Verantwortung, Kreativität, Menschlichkeit – und die Chance, Selbstständigkeit und Familie miteinander zu vereinen.

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