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Wie eine Schreinerei digital und strukturell durchstartet

Eine Betriebsübernahme im Handwerk bedeutet nicht nur Verantwortung zu übernehmen – sondern auch Bestehendes zu hinterfragen und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Übernahme der Schreinerei Ströbel durch Linus Werner und Ümit Christopher Magh zeigt, wie eine moderne Unternehmensnachfolge im Handwerk gelingen kann: mit klarer Struktur, technologischem Fortschritt und viel Geduld im Team.

Von der klassischen Tischlerei zur digitalen Fertigung

Das Bild einer alten Tischlerei ist vielen noch präsent: grüne Maschinen, viele Sägen, viel Handarbeit. Doch wer heute die Schreinerei Ströbel betritt, erlebt eine andere Realität.

Früher brauchte man zehn Maschinen gleichzeitig. Heute erledigen wir das mit drei Hauptmaschinen – Zuschnitt, Kantenbearbeitung und CNC.

Ümit Christopher Magh

Die Betriebsübernahme im Handwerk bot die Chance, Strukturen und Prozesse neu zu denken. Moderne Technik ersetzt nicht das Handwerk – sie verändert es. Effizienz, Präzision und klare Abläufe stehen im Mittelpunkt.

Doch diese Transformation entsteht nicht von allein. Eine umfangreiche Übernahme wie diese erfordert fundierte Vorbereitung.

Ohne externe Beratung geht das nicht. Handwerkskammer, Anwälte, Steuerberater, Banken – das ist ein komplexer Prozess.

Linus Werner

Gerade bei einer größeren Betriebsnachfolge ist professionelle Begleitung entscheidend, um Finanzierung, Organisation und Zukunftsstrategie sauber aufzusetzen.

Vertrauen im Team aufbauen – Schritt für Schritt

Technik ist das eine. Menschen das andere. Eine der wichtigsten Aufgaben nach der Übernahme war der Vertrauensaufbau im Team.

Wir wollten zeigen, dass wir wissen, wovon wir sprechen – dass wir mitarbeiten können und die Maschinen beherrschen.

Linus Werner

Veränderung braucht Zeit. Statt radikaler Umbrüche setzten die beiden Übernehmer auf Geduld, klare Kommunikation und Transparenz.

Wenn wir etwas ändern, dann in zwei oder drei Schritten – und immer mit dem Ziel, gemeinsam voranzukommen.

Linus Werner

Diese Haltung ist zentral für eine erfolgreiche Selbstständigkeit im Handwerk: Führung bedeutet nicht, alles neu zu machen, sondern Menschen mitzunehmen.

Struktur als erster Hebel der Übernahme

Die erste konkrete Maßnahme nach der Übernahme war nicht die Anschaffung neuer Maschinen – sondern die Neuorganisation des Betriebs.

Wir haben zuerst die Betriebsorganisation hinterfragt.

Ümit Christopher Magh

Abläufe wurden analysiert, Aufgaben neu verteilt, Stärken im Team gezielt eingesetzt:

  • Wer passt zu welcher Maschine?
  • Wer übernimmt Arbeitsvorbereitung, Zeichnung, Programmierung?
  • Wie können Prozesse produktiver gestaltet werden?

Ziel war es, dass jeder Mitarbeitende seinen klaren Platz im Unternehmen findet – und Abläufe strukturiert, effizient und wirtschaftlich funktionieren.

Genau hier zeigt sich, was eine Betriebsübernahme im Handwerk leisten kann: Bestehende Substanz sichern – und gleichzeitig neue Strukturen schaffen, die Wachstum ermöglichen.

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