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Businessplan für eine Betriebsübernahme im Handwerk

Wer einen Handwerksbetrieb übernehmen möchte, braucht einen gut vorbereiteten Businessplan für die Übernahme im Handwerk. Er zeigt, ob sich der Kauf wirtschaftlich lohnt und wie der Betrieb erfolgreich weitergeführt werden kann. Banken und Förderstellen nutzen den Businessplan als wichtigste Grundlage für Finanzierung und Förderung. Gleichzeitig hilft er Ihnen, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. So schaffen Sie Sicherheit für Ihre Entscheidung und für die Zukunft Ihres Betriebs.

Warum ist ein Businessplan bei einer Betriebsübernahme wichtig?

Wenn Sie einen bestehenden Handwerksbetrieb übernehmen möchten, brauchen Sie einen gut durchdachten Businessplan.
Er zeigt, ob sich die Übernahme wirtschaftlich lohnt und wie Sie den Betrieb erfolgreich in die Zukunft führen können.

Ein Businessplan für eine Übernahme erfüllt zwei wichtige Aufgaben:

  1. Für Sie selbst:
    Sie prüfen, ob das Unternehmen zu Ihnen passt, welche Chancen und Risiken bestehen und wie Sie den Betrieb weiterentwickeln können.
  2. Für andere:
    Banken, Förderstellen und Investoren möchten sehen, dass Sie die Übernahme gründlich vorbereitet haben. Ein überzeugender Businessplan ist die Grundlage für Finanzierung und Förderung.

Was ist ein Businessplan bei einer Übernahme?

Ein Businessplan ist Ihr Fahrplan für die Zukunft des bestehenden Betriebs.
Sie analysieren die aktuelle Lage des Unternehmens, planen Ihre nächsten Schritte und zeigen, wie Sie den Betrieb weiterführen und verbessern möchten.

Ein vollständiger Businessplan für eine Übernahme enthält:

  • eine Bewertung des bisherigen Betriebs,
  • eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage,
  • Ihre Ziele und geplanten Veränderungen,
  • sowie eine realistische Finanzplanung für die kommenden Jahre.

Nutzen und Zweck des Businessplans

Ein Businessplan hilft Ihnen, die Übernahme strukturiert zu planen und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Er zeigt, ob der Kaufpreis gerechtfertigt ist, ob der Betrieb langfristig tragfähig bleibt und wie sich Investitionen oder Modernisierungen auswirken.
Zudem signalisiert er Banken und Förderstellen, dass Sie unternehmerisch denken, strategisch handeln und den Betrieb verantwortungsvoll weiterführen möchten.

Aufbau eines Businessplans für die Betriebsübernahme

Ein Businessplan besteht aus zwei Teilen:

Textteil

Beschreibung des bestehenden Betriebs, Ihre Strategie und Ihre Ziele

Zahlenteil (Finanzplan)

Kaufpreis, Finanzierung, Investitionen, erwartete Erträge

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Punkte für einen Businessplan:

1.Zusammenfassung des Vorhabens:

Sie übernehmen einen bestehenden Handwerksbetrieb. Kurz zeigen Sie: Was läuft gut, wo gibt es Risiken, welche Ziele Sie haben und wie die Finanzierung aussieht. Die Zusammenfassung soll zeigen, warum sich die Übernahme lohnt und warum Banken Ihnen vertrauen können.

2. Unternehmerperson:

Stellen Sie sich kurz vor: Ihre handwerklichen Abschlüsse, Berufserfahrung und kaufmännische Kenntnisse. Beschreiben Sie Ihre Motivation und warum Sie den Betrieb erfolgreich weiterführen können. Zeigen Sie fachliche Stärke und Engagement fürs Handwerk.

3. Beschreibung des Unternehmens:

Kurze Übersicht zum Betrieb: Name, Standort, Team, Maschinen, Kunden und Angebote. Beschreiben Sie, wie der Betrieb aktuell organisiert ist und wie er am Markt aufgestellt ist. So verstehen Banken und Partner die Basis Ihres Vorhabens.

4. Analyse des Unternehmens und Marktes:

Fassen Sie Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken klar zusammen. Zeigen Sie, warum der Betrieb Potenzial hat und welche Verbesserungen möglich sind. Beschreiben Sie außerdem kurz die Wettbewerbssituation in Ihrer Region.

5. Form der Übernahme:

Erklären Sie kurz, ob Sie kaufen, pachten oder eine Nachfolge antreten. Listen Sie auf, welche Werte übernommen werden (z. B. Maschinen, Kunden, Gebäude). Nennen Sie wichtige Verträge und eine verständliche Begründung für den Kaufpreis.

6. Geplante Änderungen in der Unternehmensführung:

Beschreiben Sie in einfachen Schritten, wie Sie den Betrieb modernisieren: Technik erneuern, Abläufe verbessern, digitale Tools einführen, Mitarbeiter schulen oder Marketing ausbauen. Setzen Sie klare Jahresziele, z. B. Kundenerhalt, Prozessoptimierung und Umsatzsteigerung.

7. Kapitalbedarf und Investitionen:

Kurz erläutern, wie viel Geld Sie für Kauf, Maschinen, Fahrzeuge, IT oder Renovierungen brauchen. Planen Sie einen Puffer für Überraschungen ein. So zeigen Sie, dass Sie realistisch kalkulieren.

8. Finanzierung:

Erklären Sie verständlich, wie Sie das Vorhaben bezahlen: Eigenkapital, Bankkredite, Fördergelder oder Beteiligungen. Eine klare Finanzierung stärkt Ihre Verhandlungsposition bei Banken.

9. Rentabilitätsvorschau:

Schätzen Sie Umsätze, Kosten und Gewinn für die nächsten drei Jahre. Kurz begründen: neue Kundengruppen, moderne Technik, bessere Abläufe. Realistische Zahlen zeigen, dass der Betrieb langfristig tragfähig ist.

10. Anhang:

Hier fügen Sie die wichtigsten Dokumente bei: Lebenslauf, Zeugnisse, Bilanzen, Verträge, Fotos, Pläne und Nachweise zu Finanzierungen oder Fördermitteln. Der Anhang macht Ihren Businessplan vollständig.

Fazit: Erfolgreich übernehmen mit klarem Plan!

Ein Businessplan für die Betriebsübernahme schafft Sicherheit, Überblick und Vertrauen.
Er hilft Ihnen, die Stärken des bestehenden Betriebs zu erkennen, Risiken zu steuern und eine klare Strategie für die Zukunft zu entwickeln.
Mit guter Vorbereitung, solider Finanzierung und fachlicher Unterstützung sichern Sie die Erfolgsbasis für Ihre eigene unternehmerische Zukunft im Handwerk.

Nützliche Downloads

DOCX Datei
Die Beraterinnen und Berater der Handwerkskammern in Baden-Württemberg haben eine beschreibbare Vorlage für einen Businessplan erstellt, der sich konkret auf die Übernahme eines bestehenden Betriebs bezieht.
PDF Datei
In der Broschüre zum Thema "Nachfolge" der Handwerkskammern Baden-Württemberg werden die wesentlichen Aspekte sowohl der Übergabe als auch der Übernahme dargestellt.

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